Ab den 70er Jahren widmete sich Julião Sarmento hauptsächlich der konzeptuellen Kunst und kombiniert dabei Fotografie, Video, Massenmedien, Malerei, Skulptur und Zeichnung zu mehrdeutigen Installationen und Collagen.
Seit 1980 entstanden auch rein auf Malerei und/oder Zeichnung basierende Werke, die sich mit den Themen Gewalt, Tod und Eros auseinandersetzen.
Seine Zeichnungen wirken oft wie flüchtige Notationen, zugleich präzise und unvollständig, in denen sich Bildfragmente zu psychologisch aufgeladenen Szenen verdichten.
Für Einzelausstellungen konzipierte der Künstler zudem oft spezifische Werkreihen, so auch die Portfolios “Books I” und “Books II”, die 2003 im Zusammenhang mit Sarmentos Einzelausstellung “Books and Films” in der Galerie Klüser entstanden und eine neue Dimension in das sonst sehr zeichnerische Werk des Künstlers einbringen. Aus seiner eigenen Bibliothek wählte Sarmento dazu 16 Lieblingsbücher, übernahm den Schriftzug des jeweiligen Originalcovers und setzte diesen vor einen einfarbigen Hintergrund – die im ursprünglichen Cover vorherrschende Farbe.
In seinen Zeichnungen und den Portfolios “BOOKS I und II” verdichtet Sarmento seine künstlerische Haltung zu einer intimen Reflexion über das Verhältnis von Bild, Sprache und menschlichen Seins.

