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Martin Disler

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Martin Disler (* 1. März 1949 in Seewen, Kanton Solothurn; † 27. August 1996 in Genf) war ein autodidaktischer Maler, Zeichner, Bildhauer und Dichter. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Wilden in der Schweiz. Sein Werk zeichnet sich durch expressive, oft chaotische Darstellungen menschlicher Emotionen und existenzieller Themen aus.

Disler wuchs in einer Gärtnerei auf und zeigte früh Interesse an Kunst. Nach seiner Schulzeit und einem Aufenthalt in einem katholischen Internat begann er 1969 in der Psychiatrischen Klinik Rosegg zu arbeiten, wo er erste künstlerische Erfahrungen sammelte.

In den 1970er Jahren zog er nach Deutschland und schloss sich dem künstlerischen Umfeld der Neuen Wilden an. Seine Werke wurden international ausgestellt, unter anderem auf der Documenta 7 in Kassel (1982) und der Biennale von São Paulo (1985).

Disler war verheiratet mit den Künstlerinnen Agnes Barmettler und Irene Grundel. Er lebte und arbeitete in verschiedenen Städten, darunter Zürich, Amsterdam, Lugano, Samedan, Mailand und zuletzt in Les Planchettes im Schweizer Jura. 1996 starb er im Alter von 47 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.

Seine Werke sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter im Kunsthaus Zürich, dem Kunstmuseum Basel und dem Kirchner Museum in Davos. 2019 wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Häutung und Tanz“ im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal gezeigt, die Dislers späte Arbeiten präsentierte.

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