Markus Lüpertz (*1941 in Liberec, damals Tschechoslowakei) zählt zu den zentralen Protagonisten der zeitgenössischen deutschen Kunst und wird häufig mit der Neuen Wilden-Bewegung assoziiert. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf entwickelte er eine eigenständige, expressiv-figurative Bildsprache, die traditionelle Kunstmotive mit einer zeitgenössischen, oft provokativen und symbolisch aufgeladenen Ikonographie verbindet.
Lüpertz’ Werk zeichnet sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit existenziellen, historischen und mythologischen Themen aus, die er in einem Spannungsverhältnis von Abstraktion und Figuration artikuliert. Seine Malerei, Skulptur und Grafik reflektieren sowohl eine bewusste Bezugnahme auf kunsthistorische Traditionen als auch eine kritische Neuinterpretation dieser im Kontext der Nachkriegskunst.
Als Professor und Rektor der Kunstakademie Düsseldorf (1988–2009) hatte Lüpertz erheblichen Einfluss auf die akademische Kunstausbildung und die Entwicklung der zeitgenössischen Kunstszene in Deutschland. Seine Arbeiten wurden in renommierten internationalen Institutionen ausgestellt, darunter das Museum Ludwig Köln, die Neue Nationalgalerie Berlin, das Städel Museum Frankfurt sowie das Museum of Modern Art (MoMA) in New York.

