Ilya Kabakov (*1933 in Dnipropetrowsk, Ukraine, † 2023 in Long Island, USA) war ein international bedeutender Konzeptkünstler und gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der russischen Nonkonformistenkunst. Er studierte an der Kunstakademie in Moskau und arbeitete zunächst als Buchillustrator, bevor er in den 1970er- und 1980er-Jahren mit seinen raumgreifenden Installationen international bekannt wurde.
Kabakov setzte sich in seiner Kunst kritisch mit dem sowjetischen Alltag, dem Kommunismus und utopischen Gesellschaftsidealen auseinander. Gemeinsam mit seiner Frau Emilia Kabakov entwickelte er vielschichtige Installationen, die oft fiktive Biografien, Räume und Erzählungen miteinander verbinden – etwa in seinem bekanntesten Werk „Der Mann, der in den Weltraum flog aus seiner Wohnung“ (1985).
Nach seiner Emigration in die USA in den späten 1980er-Jahren lebte und arbeitete Kabakov in New York. Seine Werke wurden weltweit in bedeutenden Museen und Ausstellungen gezeigt, unter anderem auf der Documenta, der Biennale von Venedig, im MoMA (New York), im Centre Pompidou (Paris) und in der Tate Modern (London).
Sein Werk bleibt ein zentraler Beitrag zur Auseinandersetzung mit Erinnerung, Ideologie und der Macht von Erzählungen im 20. Jahrhundert.